Krafttraining & Neuroplastizität - wie Training deine Kognition verbessert

Krafttraining ist bekannt dafür Hypertrophie, also Muskelwachstum, vorzurufen. Aber kann es noch mehr als das?


Eine Bewegung generell wird immer über das Gehirn geleitet, um genau zu sein über die motorische Rinde, die sich in der Großhirnrinde selbst befindet. Ein Reiz kommt im Gehirn an, das Gehirn verarbeitet diesen und leitet einen Befehl weiter durch die Nervernfasern im Rückenmark an die Muskeln, die im Endeffekt eine motorische Handlung ausführen, wie z. B. eine Kurzhantel über den Kopf zu drücken. Genauso kommen für andere Prozesse Reize in anderen Hirnregionen an.

Es passiert natürlich mehr als nur das, aber für das allgemeine Verständnis halten wir es mal simpel.


Das Gehirn spielt also auch bei Bewegungen eine Rolle, aber wie kann Krafttraining dadurch meine Kognitive Leistungsfähigkeit steigern..?

Muskel- und kognitives Wachstum hängen miteinander zusammen.

So unterscheidet man im Kraftsport zwischen:

  1. Der neuralen Anpassung - dem Training des Nervensystems im Krafttraining mit einem Wiederholungsberreich von 1-6 Wdh. Pro Satz, was primär das Nervensystem stimuliert. In diesem Wiederholungsbereich lassen sich höhere Lasten bewegen -> höhere Muskelfaserrekrutierung -> mehr neuronale Rekrutierung

  2. metabole Anpassung - bezieht sich auf einen Wiederholungsbereich von 7-25 Wdh. was sich auf die Anpassung der Muskulatur auf Stoffwechselebene bezieht


Wichtig im Zusammenhang auf diesen Artikel ist hier jedoch eher die neurale Anpassung. Es zeigt sich dadurch eine direkte Verbindung der Leistungssteigerung durch eine höhere Neuroplastizität.


In meiner Recherche über dieses Thema bin ich unter anderem an eine interessante Studie gelangt.


Eine Langzeitstudie der Universität von Sydney untersuchte Menschen über dem Alter von 50 Jahren und ließen sie 2-3 mal die Woche, mit einer Trainingszeit von 90min über die Woche verteilt, 6 Monate lang trainieren.

Das Ergebnis war erstaunlich - es wurde eine allgemeime Verbesserung der Kognition festgestellt und eine Vorbeugung gegen Alzheimer.

Dabei spielt der Hippocampus, ein Teilbereich unseres Gehirns, eine große Rolle, welcher unter anderem für Prozesse des Lernens und Erinnerns zuständig ist.


Bei den ProbandInnen die Krafttraining betrieben haben, im Vergleich zu den ProbandInnen die es nicht taten, konnte ein markanter Unterschied in den Hippocampus Regionen festgestellt werden. In einem Zeitraum von 18 Monaten schrumpfte eine Unterregion der nicht tätigen um 3-4%. Bei den ProbandInnen die Krafttraining betrieben haben konnte eine maximale Abnahme von 2% bis gar keine verzeichnet werden.


Es lässt sich also sagen, Kraftsport ist vorbeugend und wirkt sich positiv auf die Kognition durch entstehende Reize aus. Zwar hat es keinen direkten Einfluss auf die Intelligenz des einzelnen, jedoch durch eine steigernde kognitive Leistungsfähigkeit kann die Intelligenz besser gefördert werden.


Also, jetzt ab ins Super Saya Gym & train your brain!




Danke für die Aufmerksamket



Elija W.



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