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Wenn gesunde Ernährung zum Stress wird - Das wird dein Leben verändern

Es ist Neujahr. Die Vorsätze machen sich als Keywords auf Google mit starkem Wachstum bemerkbar. Bevor du jetzt in die nächste Diät gehst und nach 3-4 Wochen aufhörst, weil du es nicht schaffst, merk dir meine kommenden Worte.


Es ist okay, dass du abnehmen willst und genau so okay, dass du dein Äußeres mit deinem Wohlbefinden verknüpfst. Ich erzähle dir keine Märchen, dass dein Aussehen keine Rolle spielt. Es ist evidenzbasiert, dass Selbstbewusstsein mehr ist als nur Kopfsache.



Je schneller du es willst, desto schlechter wird der Prozess


Im Grunde genommen ist die Rechnung ganz einfach. Je mehr du dich unter Druck setzt, obwohl du alles versuchst richtig zu machen, desto schlechter wird das Ergebnis. Klingt nicht plausibel? Dann kommt hier ein Fallbeispiel für dich:


  • Klient/in A und Klient/in B sind beide mit der Intention gekommen, ihre Fitness und Gesundheit optimieren, aber auch das Äußerliche ihren Vorstellung entsprechend zu trainieren.

  • Beide achten zu 80% auf ihre Nährwerte, trainieren regelmäßig und und kommen zu zyklischen Feedback Meetings

  • Beide trainieren 12 Monate á 8-12 Einheiten

  • A äußert sich bei fast jedem Meeting in irgendeiner Form zu ihrer Figur und bezieht sich immer auf die Werte, welche die Waage anzeigt. Sie macht den sportlichen Erfolg vom Gewicht abhängig und verliert dadurch die differenzierte Betrachtung

  • B sieht die die Werte der Waage, wertet diese nicht und setzt sich nicht unter Druck. Sie macht ihren sportlichen Erfolg nicht von der Waage abhängig

  • A fragt bereits nach 3-4 Monaten nach Diätfenstern zum Abnehmen während B erst nach 10 Monaten sich dafür bereit erklärt, mal einen Cut machen zu wollen

  • B ist bei der Empfehlung "erst mal mehr essen, um aufzubauen, damit danach mehr verbrannt werden kann" nicht skeptisch gegenüber

  • A sieht das anders und ist somit bemüht 100% zu vertrauen, doch die emotionale Erfahrung, aber auch die umweltpsychologische Einwirkung von Familie, Freunden, Pseudo-Coaches usw. erzeugen eine Skepsis gegenüber "mehr Essen, um abzunehmen"

Das Fazit in Zahlen:

B macht keinen Cut und nimmt dennoch kontinuierlich an Körperfett ab und baut Muskeln auf. Somit kommt sie in Form ohne sich mit Essen und Lifestyle unter Druck gesetzt zu haben.

A hat ein viel emotionaleres Verhältnis zu ihrem Körper per Definition des Gewichtes, was überhaupt bei ihrem Normalgewicht mit hohem KFA keine Rolle spielt.


Die Gelassenheit macht den Unterschied, denn beide ziehen es durch, doch die eine Person fügt noch den Druck und Stress hinzu, was sie daran hindert sensibler und achtsamer mit dem Körper umzugehen. Sie überfordert sich und kann die Überforderung nicht eingestehen, weil der Druck, nicht zu scheitern, an ihr zerrt.


Was ich dir sagen will


Die Tatsache, dass ich als Coach den Erfolg meiner Kunden selbstverständlich auch so schnell wie möglich erzielen möchte, spricht ja für mein Bedürfnis nach beruflichem Erfolg, aber auch Image des Gyms. So schnell wie möglich bedeutet nicht, um jedem Preis.


Hinter simplen Ernährungstipps, Trainingsplanung und Beratung für eine Person steckt ein hochkomplexer Zusammenhang, wie, wann, womit und weshalb jemand erfolgreich sein wird oder eben nicht. Alleine der Vergleich der beiden im Fall oben ist ja nicht differenziert genug, aber ich habe es mit den gleichen Indikatoren versucht zu relativeren.


Aus dem Aspekt des Mindsets beobachten wir wirklich jene, die alles immer schnell erreichen wollen, als jene, die zu 90% in den ersten 3-5 Wochen scheitern, aufgeben oder sich sogar gesundheitlich schädigen.

Man ist nicht stolz auf eine Person wegen ihrem Status, sondern wegen der Tatsache, dass der Weg dahin so hart gewesen ist. Ich halte nix von Sixpack als Attribut, aber ich weiß, dass der Weg dahin, ich rede von muskulösen und nicht dünnen Personen, hart ist und deswegen zolle ich meinen Respekt.


Fakt ist, wenn ein Sixpack oder deine relativierte Wunschfigur binnen 10 Wochen erreichbar wäre, würde das nicht mehr etwas besonderes sein, richtig? Ja, absolut. Warum macht man Dinge schwer erreichbar? Oder warum sind Dinge, die wir bewundern und anstreben nicht leicht zu erreichen? Ganz klar, die emotionale Wertpotenzierung des Zustandes. Stell dir vor, ein Ferrari hätte den Preis eines Golfs. Wir zahlen Golf, wollen aber Ferrari. Geht nicht.


Emotionen brechen das Bewusstsein und werfen dich ins Unterbewusstsein


Wenn wir bewusst sein wollen, müssen wir uns rationaler verhalten, damit wir keine unbewussten Moves bringen. Was du emotional verharmlost, ist rational gesehen fatal. Je emotionaler du bist, desto schlechter wirst du mit Zahlen im Allgemeinen umgehen können.


Beispiel:


"Das bisschen Schokolade am Abend wird doch nicht viel ausmachen" = 25g = 150 kcal aus Fett und Zucker x 5 Tage/Woche = 750 kcal = 105g Zucker & 100g Fett aus wertloser Quelle
"Ein Glas Bier (Mühlen Kölsch) hat noch keinem geschadet" = 0,33l = 185 kcal aus 13g Zucker und 13g Fett x 5 Tage/Woche = 925 kcal aus 65g Zucker und 65g Fett

Na dann, prost, Mahlzeit.



Konzentrier dich auf die kleinen Dinge


Man nimmt sich ein Ziel vor, was weit entfernt ist und sich zu euphorisch anzutreiben. Man konzentriert sich so sehr auf das Große und vergisst die kleinen Ziele, die man als erstes erreichen muss, um das große Ziel zu schaffen.


Wenn du ein Unternehmen führst und dein Jahresziel 1 Millionen Euro ist, du aber noch nicht mal 10.000 EUR machst, dann wäre es doch ratsam, eine Strategie zu entwickeln, die dir kontinuierlich die kleinen Meilensteine sichert, damit diese summiert das große Ziel ergeben. 1 Millionen Umsatz setzen sich in einem kleinen Unternehmen aus vielen Umsätzen zusammen und nicht eine Rechnung á 1 Millionen Euro, ansonsten wäre das Ziel 1 Mio. definitiv zu wenig.


Mikro Meilensteine setzen


Unsere Kund/innen fangen immer wie folgt an:


Die ersten 4 Woche: 4% des Körpergewichts in Liter Wasser trinken & jeden morgen spätestens eine Stunde nach dem Aufstehen protein- und fettreiches Frühstück

Erst wenn dieses Mikroziel sitzt, geht es über zum nächsten Block. Wenn ein Mensch es nicht schafft, Wasser zu trinken und zu frühstücken, was wenig Energie und Zeit kostet, warum sollte Ich ihm also weitere Empfehlungen geben, die noch mehr Energie und Zeit kosten?!




Glaubt mir, ich mache das seit über 13.000 Stunden und Menschen sind unterschiedlich, jedoch ist das Muster der Mechanismen im Unterbewusstsein identisch.



Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!


Oz





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